Hausratte: Grundlegende Tipps zum Besitz | Pet Yolo-Magazin

Rata domestica

Hausratten brauchen beispielsweise zum Kuscheln Kontakt zu anderen Ratten.

Über Ratten gehen die Meinungen auseinander: Manche finden sie eklig, andere schätzen ihre Intelligenz und ihren wachen Charakter. Wenn Sie eine Hausratte haben möchten, erklären wir Ihnen die wichtigsten Aspekte.

Aussehen

Ein entzückendes kleines Gesicht mit runden Ohren und Knopfaugen, süße Pfoten und ein lebhafter Charakter – kein Wunder, dass Ratten ihr Publikum haben.

Die Ratte ist ein Nagetier (wissenschaftlicher Name: Rattus), das zur Familie der Mäuse gehört. Von den 65 existierenden Arten sind nur die schwarze Ratte (Rattus rattus) und die Wanderratte (Rattus norvegicus) in Europa heimisch.

Die Hausratte ist eine vom Menschen gezüchtete Unterart der Wanderratte, die im Haushalt gehalten werden kann. Auch die Laborratte stammt von der Wanderratte ab.

Während wilde braune Ratten ein bräunlich-graues Fell haben, kann die Hausratte weiß, cremefarben, champagnerfarben, grau, braun und schwarz sein. Es gibt auch Exemplare mit Flecken und Albinos. Albino-Ratten haben keine Pigmentierung, also haben sie rein weiße Haare und rote Augen.

Rattenbesonderheit: unbehaarter Schwanz

Weder der Schwanz noch die Beine von Ratten haben Haare. Tatsächlich ist der haarlose Schwanz einer der Gründe, warum manche Leute davon angewidert sind. Eigentlich ist es nicht nackt, sondern hat kleine Schuppen. Ratten benutzen ihren Schwanz unter anderem, um sich beim Klettern auszubalancieren.

Eine erwachsene Hausratte misst von der Nasenspitze bis zum Schwanzansatz 22 bis 26 Zentimeter. Der Schwanz ist mit etwa 18-22 Zentimetern fast genauso lang. Ein erwachsenes Männchen wiegt zwischen 250 und 600 Gramm und ein Weibchen zwischen 200 und 400 Gramm.

Diese kleinen Nagetiere haben ein gutes Gehör und einen guten Geruchs- und Geschmackssinn. Sie sind dämmerungsaktive Tiere, was bedeutet, dass sie morgens und bei Einbruch der Dunkelheit am aktivsten sind. Ihre Augen sind daran angepasst, im Dunkeln zu sehen. Daher vertragen sie übermäßiges Licht nicht gut.

Ratten sind Klettermeister und brauchen Bewegung.

Charakter: smart und temperamentvoll

Ratten sind intelligente, dynamische Tiere, die Abwechslung brauchen. Egal wie gut ihr Käfig eingerichtet ist, wenn sie den ganzen Tag eingesperrt verbringen müssen, wird ihnen schnell langweilig. Daher ist es bequem, sie mindestens eine Stunde am Tag auf dem Boden herumlaufen zu lassen.

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Denken Sie daran, dass Ratten Nagetiere sind, daher ist davon auszugehen, dass sie an einem anderen Möbelstück nagen werden. Stellen Sie außerdem sicher, dass sie keinen Zugang zu Kabeln haben. Käfigzubehör, wenn es aus Holz besteht, wird ebenfalls seinen scharfen Zähnen erliegen.

Da sie morgens und abends aktiv sind, sind Ratten perfekte Tiere für diejenigen, die draußen arbeiten. Wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen, haben Sie Zeit, Zeit mit Ihren Fellnasen zu verbringen. Mit ein wenig Geduld lassen sich die meisten Ratten zähmen.

Nur für große Kinder

Für Kinder sind Ratten nur bedingt geeignet, weil sie unter anderem tagsüber ihre Ruhe haben wollen. Zudem ist die Feinmotorik von Kleinkindern noch nicht ausreichend entwickelt, um mit Nagetieren umzugehen. Wenn sie unabsichtlich schlecht hochgehoben werden oder sich belästigt fühlen, können sie sogar beißen.

Bereits ab acht Jahren können Kinder mithelfen und sogar alleine mit ihnen spielen. Vor diesem Alter muss immer ein Erwachsener anwesend sein.

Amtszeit

Rattenhaltung: immer in der Gruppe, nie alleine!

Ratten sind äußerst soziale Wesen und sollten niemals alleine leben. Um glücklich zu sein, müssen sie Kontakt zu anderen Ratten haben. Sie wollen miteinander spielen, kuscheln und sich gegenseitig das Fell putzen.

Eine artgerechte Haltung erfordert mindestens drei Ratten, es dürfen aber auch mehr in der Gruppe sein. Natürlich müssen Sie genügend Raum und Zeit haben, um sich damit auseinanderzusetzen.

Darüber hinaus sind Ratten Tiere, die sehr an ihr Territorium und ihre Gruppe gebunden sind. Setzen Sie niemals eine neue Hausratte einfach zu den anderen in den Käfig. Wenn Sie dies tun, kann die Gruppe gegenüber dem Neuankömmling aggressiv werden. Ratten, die sich nicht kennen, sollten sich langsam aneinander gewöhnen.

große Fruchtbarkeit

Nach etwa sechs Lebenswochen erreichen Ratten die Geschlechtsreife. Ein Weibchen kann pro Wurf bis zu 20 Welpen zur Welt bringen! Und was noch erstaunlicher ist: Eine Ratte kann mehrmals im Jahr Nachwuchs bekommen.

Es ist logisch zu denken, dass Sie nicht in der Lage sein werden, so viele Welpen zur Adoption freizugeben. Um ungewollte Würfe zu vermeiden, müssen Sie daher gleichgeschlechtliche Tiere halten oder die Männchen kastrieren.

Lage und Käfig

Der Käfig

Hausratten verbringen die meiste Zeit im Käfig. Daher muss es groß genug sein, um Platz zum Schlafen, Essen, Klettern und Spielen zu bieten. Je größer desto besser. So empfiehlt der Deutsche Rattenliebhaber- und -halterverband eine Mindestfläche von 0,5 Quadratmetern pro Ratte.

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Wichtig: Der ideale Standort des Käfigs

Für das Wohlbefinden der Hausratte ist der Standort des Käfigs entscheidend. Dieser sollte nicht im Garten, auf dem Balkon oder in der Garage aufgestellt werden, da Ratten sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen reagieren. Auch direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden.

Der ideale Platz sollte leicht erhöht, ruhig und zuggeschützt, aber auch interessant sein. Schließlich lieben diese Tierchen eine abwechslungsreiche Umgebung. Am besten stellst du ihn in dem Raum auf, in dem du die Ratten herumlaufen lässt.

Außerdem sind Ratten saubere Tiere, die sich oft waschen. Sie müssen den Käfig regelmäßig alle zwei bis drei Wochen reinigen.

Im Allgemeinen reicht in der Regel heißes Wasser, das Sie mit einem Spritzer Essig oder etwas Spülmittel mischen können. Verwenden Sie keine ätzenden oder stark riechenden Produkte, da diese sich für die feine Nase der Hausratte nicht gut anfühlen. Duftbetten sind ebenfalls verboten.

Grundausstattung des Käfigs

Damit sich die Gruppe im Käfig wohlfühlt, muss dieser artgerecht ausgestattet sein. Dazu gehören verschiedene Orte zum Schlafen, Verstecken und Toben. Eine Möglichkeit ist die Installation einer Hängematte für Momente der Entspannung.

Die Futterautomaten müssen ausreichend schwer und stabil sein, da sich Ratten oft in Gruppen an den Rand lehnen. Viele benutzen Rattentoiletten. Suchen Sie sich dazu eine flache Schüssel, füllen Sie sie mit Einstreu und stellen Sie sie in eine Ecke des Käfigs.

Das benötigst du für die Grundausstattung:

  • Kleine Häuser oder Höhlen zum Verstecken
  • Tunnel, Treppen und Hängebrücken zum Herumspielen
  • Mehrere Schlafbereiche
  • Fresser und Trinker
  • Bett und eine flache Toilettenschüssel
  • Im Pet Yolo Onlineshop finden Sie passende Käfige, Spielzeug und Zubehör.

    Fütterung

    Die richtige Ernährung für Hausratten

    Ratten sind Allesfresser, was bedeutet, dass sie sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung zu sich nehmen. Der Hauptbestandteil ihrer Ernährung ist Getreide, aber sie müssen auch regelmäßig Obst und Gemüse essen. Sie können ihnen auch Hüttenkäse, Mehlwürmer oder hartgekochte Eier geben.

    Probieren Sie verschiedene Köstlichkeiten, da Ratten sehr fressen. Was manche mögen, gefällt anderen vielleicht nicht so gut.

    Achten Sie außerdem darauf, dass sie immer genügend frisches Wasser zur Verfügung haben. Verwenden Sie dazu am besten Tränken. Einige Ratten trinken auch aus einer Schüssel.

    Im Pet Yolo Online-Shop finden Sie verschiedene Arten von Rattenfutter.

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    Ratten haben einen sehr ausgeprägten Geschmackssinn.

    Die Gesundheit

    Gesundheitsprobleme

    Leider ist die Lebenserwartung der Hausratte nicht sehr hoch. Sie leben höchstens zwei oder drei Jahre. Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie ihnen sanft erklären, dass ihre kleinen Freunde nicht lange leben werden.

    Einige Krankheiten treten im Alter von eineinhalb Jahren auf. Brusttumoren und Atemwegserkrankungen sind bei Ratten sehr häufig.

    Außerdem neigen diese Tiere dazu, ihre Beschwerden zu verbergen. Dies ist ein Erbe seiner wilden Tage, als eine kranke Ratte schnell Opfer eines Raubtiers wurde. Wenn Ihre Hausratte krank zu sein scheint, bringen Sie sie so schnell wie möglich zum Tierarzt.

    Folgende Symptome können Symptome einer Krankheit sein:

  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Müdigkeit und Faulheit
  • Veränderungen im Fell (Klumpen und kahle Stellen)
  • Verwachsungen im Stuhl
  • Wichtig: Suchen Sie vorher einen Tierarzt auf. Nicht alle Tierärzte haben die gleiche Erfahrung mit Ratten wie mit Katzen oder Hunden. Stellen Sie daher sicher, dass Sie rechtzeitig einen guten Tierarzt für Ihre Fellnasen finden.

    Kaufen

    Wo kann man Hausratten kaufen

    Haben Sie die heimische Ratte geliebt und möchten Sie eine kleine Gruppe zu Hause haben? In diesem Fall empfehlen wir Ihnen, den Protektor in Ihrer Nähe zu fragen. Hier gibt es immer viele ungewollte Rattenbabys.

    Auch in Kleinanzeigen und im Internet werden Ratten angeboten. Menschen, die ihre Tiere über diese Kanäle verkaufen, sind meist auf der Suche nach schnellem Geld. Aus diesem Grund sind artgerechte Unterbringung und gesundheitliche Versorgung für sie zweitrangig. Also besser nicht fragen!

    Fazit

    Die Haltung von Hausratten ist relativ anspruchsvoll. Damit sie glücklich sind, brauchen sie die Gesellschaft anderer Ratten und viel Abwechslung. Wenn Sie sie als Haustiere halten möchten, müssen Sie genügend Zeit haben, sich um sie zu kümmern.

    Auch gesundheitliche Probleme können die Sache erschweren. Denken Sie daran, dass Sie sie oft zum Tierarzt bringen sollten, wenn sie älter sind. Vielleicht möchten Sie jeden Monat ein wenig für mögliche Behandlungen sparen.

    Wer sich trotz allem auf ein Abenteuer einlassen möchte, wird mit charmanten Lebensgefährten belohnt. Klar ist, dass Ihnen mit einer kleinen Gruppe Hausratten nicht langweilig wird.

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