Können Katzen den Tod wahrnehmen?

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Tiere sind erstaunliche Geschöpfe. Die Wissenschaft hat uns gelehrt, dass tierische Sinne ganz anders sein können als unsere eigenen. Egal, wie viel wir glauben, über sie zu wissen, es gibt immer noch einige Aspekte ihres Lebens, die wir nicht verstehen – und die wir vielleicht nicht einmal kennen. Und während Behauptungen wie „Hunde sind farbenblind“ oder „Katzen landen immer auf ihren Pfoten“ mehr Mythos als Tatsache sind, sind Tiere zu einigen wirklich erstaunlichen Dingen fähig. Sie könnten sogar den Tod spüren.

Im Jahr 2006 haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass einige Hunde eine chemische Veränderung riechen können, die bei Menschen mit Krebs auf zellulärer Ebene stattfindet – kurz gesagt, Hunde können die Krankheit erkennen, bevor viele Patienten dies können. Andere Untersuchungen haben gezeigt, dass einige Fische ein Erdbeben spüren können, bevor es passiert. Diese erstaunlichen Behauptungen mögen zunächst wie weit hergeholte Berichte erschienen sein, aber später wurden sie durch wissenschaftliche Beweise gestützt.

Eine Katze namens Oscar schlug 2007 in der wissenschaftlichen Gemeinschaft Wellen, als Gerüchte in Umlauf kamen, dass er spüren könne, wenn jemand sterben würde. Diese Behauptung (die im Steere House Nursing & Rehabilitation Center in Providence, RI, wo Oscar lebte, begann) wurde von einer überraschenden Quelle angeführt – einem skeptischen Arzt, der Katzen nicht mochte.

Oscar war eine von 5 Katzen, die ins Steere House gebracht wurden, um den Bewohnern zu helfen, sich wie zu Hause zu fühlen. Oscar galt als meist unfreundliche Katze und verbrachte die meiste Zeit damit, in der Nähe seines Futters zu schweben oder in seinen Lieblingsverstecken zu schlafen. Irgendwann bemerkten die Krankenschwestern der Einrichtung jedoch, dass Oscar ein Interesse an einigen der Bewohner zu entwickeln schien, kurz bevor sie starben.

Es begann sich herumzusprechen über Oscars Fähigkeiten und es blieb kaum mehr als eine Kuriosität, bis eine Krankenschwester Dr. David Dosa auf das Problem aufmerksam machte. Einer seiner Patienten befand sich im letzten Krebsstadium, als Oscar an den Patienten gedrückt gesichtet wurde. In den Augen des Personals schien Oscar den Patienten bis zum Ende zu trösten.

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Dr. Dosa wies die Behauptung einer „Sensenmannkatze“ zurück und kehrte zu seinen Aufgaben zurück, aber etwa eine Stunde nach dem Vorfall mit der Krankenschwester erhielt er einen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass der Patient verstorben sei.

Weitere Nachforschungen ergaben, dass ähnliche Situationen nach Angaben des Personals mindestens ein halbes Dutzend andere Male aufgetreten waren. Gespräche mit den Familien der Patienten zeigten, dass Oscar den Sterbenden eine Quelle des Trostes und der Liebe gewesen war. Aber erst als Oscar Zeit mit einem unerwartet verstorbenen Bewohner verbrachte, begann der Freund von Dr. Dosa, sich die Behauptung genauer anzusehen.

Nachdem er Oscars Verhalten monatelang beobachtet und nach Mustern beim Tod von Patienten gesucht hat, hat Dr. Dosa nicht nur Oscars Geschichte in einer renommierten medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht, sondern ist auch zu einem überzeugenden Schluss gekommen. Oscar könnte auf chemische Veränderungen im Körper des Patienten oder vielleicht auf Bewegungsmangel reagieren. Er könnte einen Sinn haben, den wir noch nicht identifiziert haben. Aber unabhängig davon, was Oscars ungewöhnliches Verhalten verursacht, weiß Dr. Dosa, dass dies eine wertvolle Quelle des Trostes und der Liebe für die vielen Patienten von Steere House ist … und er würde es nicht anders wollen.

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