Speicherstörungen des Nervensystems bei Hunden

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Überblick über Speicherkrankheiten des Nervensystems bei Hunden

Speicherkrankheiten sind erbliche Stoffwechselstörungen, die durch die Ansammlung bestimmter Substanzen in verschiedenen Geweben in abnormalen Mengen gekennzeichnet sind. Die beiden am häufigsten gemeldeten Speicherkrankheiten in der Veterinärmedizin sind die lysosomale und die Glykogenspeicherkrankheit.

Speicherkrankheiten des Nervensystems sind vererbte Mängel bestimmter Enzyme, die zu einer Unfähigkeit führen, normale Stoffwechselfunktionen auszuführen. Sowohl Hunde als auch Katzen können betroffen sein, obwohl die Krankheit äußerst selten ist. Da es sich um eine erbliche Erkrankung handelt, sind Welpen und Kätzchen am häufigsten betroffen.

  • Lysosomale Speicherkrankheiten treten am häufigsten bei Deutsch Kurzhaar, English Setter, Beagle, Cairn Terrier, Blue Tick Hound und West Highland Terrier auf.
  • Glykogenspeicherkrankheiten treten am häufigsten beim Deutschen Schäferhund auf.
  • Worauf Sie achten sollten

    Lysosomale Speicherkrankheiten können viele Organe betreffen; jedoch neigen neurologische Zeichen dazu, vorherrschend zu sein. Achten Sie auf:

  • Gedeihstörung
  • Ataxie (schlechtes Gleichgewicht)
  • Krampfanfälle
  • Übungsintoleranz
  • Verhaltensänderungen
  • Eingeschränkte Sicht

    Anzeichen im Zusammenhang mit Glykogenspeicherkrankheiten sind oft vage und unspezifisch. Achten Sie auf:

  • Wachstums- und Muskelentwicklungsversagen
  • Ohnmacht
  • Krampfanfälle
  • Diagnose von Speicherkrankheiten des Nervensystems bei Hunden

    Die Hunderasse und die klinische Vorgeschichte erwecken einen Verdachtsindex. Ihr Tierarzt wird wahrscheinlich die folgenden Tests durchführen:

  • Komplettes Blutbild (CBC)
  • Biochemisches Profil
  • Urinanalyse
  • Thorax- (Brust) und Abdominal-Röntgenaufnahmen
  • Bauch-Ultraschall
  • Gewebebiopsie
  • Messung der Enzymaktivität
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    Behandlung von Speicherkrankheiten des Nervensystems bei Hunden

  • Bei schwachen und dehydrierten Patienten kann eine unterstützende Flüssigkeits- und Elektrolyttherapie erforderlich sein.
  • Das Hauptziel der Behandlung von Glykogenspeicherkrankheiten ist die Kontrolle und Vorbeugung von Hypoglykämie (Unterzuckerung) durch eine geeignete Ernährungstherapie.
  • Bei Patienten mit lysosomalen Speicherkrankheiten ist es wichtig, die Aktivität einzuschränken und Treppen zu vermeiden.
  • Betroffene Personen können einem hohen Risiko für die Entwicklung von Sekundärinfektionen ausgesetzt sein und sollten daher engmaschig überwacht werden.
  • Häusliche Pflege und Prävention

    Die Aufrechterhaltung eines guten Ernährungsplans beim Hund ist unerlässlich. Bei der Glykogenspeicherkrankheit ist die routinemäßige Überwachung von Blutzucker, Wachstum und Hydratationsstatus besonders wichtig. Lysosomale Speicherkrankheiten sind fortschreitend und letztendlich tödlich.

    Seien Sie vorsichtig, denn Inzucht erhöht das Risiko, wenn das defekte Gen in der Familie liegt. Züchten Sie keine betroffenen Personen und vermeiden Sie es, die Eltern betroffener Hunde in einem Zuchtprogramm zu verwenden.

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